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Andacht April/Mai 2015

Andreaskirche Otkh Frühling k15411b

Der Kirchentag kommt am 3.  - 7. Juni 2015 nach Stuttgart.

Informationen auf Seite http://www.kirche-uhlbach.de/index.php/aktuelles/kirchentag/aktuelles,

http://www.kirche-uhlbach.de/index.php/aktuelles/kirchentag/ausstellung-goth-hesselbacher-eisele

und: http://www.kirche-uhlbach.de/index.php/aktuelles/kirchentag/theater-spaeth-goes

 

So idyllisch liegt sie da, unsere Andreaskirche. Von diesem Blickwinkel aus kann sie beinahe mithalten mit ihrer kleinen Schwester der Petruskirche, die auf dem Bergsporn über den Obertürkheimer Häusern thront. Auf dem Bild sieht es aus, als würde es ein gut gepflegtes Klostergärtlein geben, das zum Verweilen einlädt. Die Beschaulichkeit trügt. Das Gärtlein braucht dringend liebevolle Pflege und die Kirche muss ihr Bleiberecht im Ort verteidigen und den Nachweis erbringen, gebraucht zu werden.

Auch in Obertürkheim haben wir in letzter Zeit viele Kirchenaustritte zu beklagen. Und es zeigen sich in Obertürkheim die sozialen Probleme unserer Großstädte.

Wenn in unserem Stadtviertel Kinder in Armut aufwachsen; wenn sich in unserem Stadtviertel Menschen ausgegrenzt fühlen, weil sie aus anderen Kulturen kommen; wenn Menschen einander permanent fremd bleiben, obwohl ihre Kinder in die gleichen Schulen gehen und sie Haus an Haus leben - dann klopfen diese Probleme auch an unsere Kirchentüre. Die globalen Herausforderungen unserer Zeit wirken sich aus auf unser kleines überschaubares Umfeld.

Aus diesem Grund haben wir uns in der Stadtteilrunde (ein Verbund aller Vereine, mit der Schule, den Kindergärten, dem Jugendhaus, dem Bezirksamt und den Kirchen) entschlossen, ein Stadtteilzentrum für Obertürkheim zu gründen. Hier soll es ein offenes Angebot geben für alle Altersgruppen, aber auch Kurse und Seminare für Eltern und Kinder und in der Erwachsenenbildung. Es soll Beratungsangebote geben, aber auch eine Art Cafébetrieb. Die muslimische Bevölkerung soll sich an diesem Ort willkommen fühlen und Kontakte knüpfen können, um sich besser zu integrieren. Das gegenseitige Kennenlernen ist der Weg zur Integration. Noch wird an dem Konzept gefeilt und vieles ist ganz offen. Als Ort ist der Luthersaal unserer Andreaskirche ins Auge gefasst worden. Das bedeutet, der Luthersaal würde an die Stadt vermietet werden, und wir als Gemeinde würden ihn nutzen in Kooperation mit den anderen Trägern des Zentrums

Unser Gewinn wäre der Erhalt der Andreaskirche, so wie sie uns hier anschaut in Kombination mit dem großen Luthersaal, der dann weitaus mehr genutzt werden würde als jetzt. Und gewinnen würden wir das gute Gefühl, eine im tiefsten Sinne von unserer christlichen Überzeugung geprägte Nutzung der Räume zu ermöglichen. Wenn Sie diese Entwicklung unterstützen möchten, bitten wir Sie ganz modern um einen Klick. Dazu muss man im Internet die Adresse https://www.buergerhaushalt-stuttgart.de/vorschlag/12551 eingeben und dann das Stadtteilzentrum anklicken als ein Projekt, das Sie befürworten möchten.

„Und der Garten?" Ganz unabhängig von allen aufregenden Neuerungen braucht unser Garten Menschen, die sich seiner annehmen und Freude daran haben, die Grünflächen um die Kirche herum zu beleben. Damit können wir gleich beginnen, ohne Anträge oder andere Formalitäten abzuwarten. Bringen wir das Gärtchen österlich zum Blühen, oder sommerlich? Wer Lust dazu hat, melde sich doch bitte bald beim Pfarramt. Denn wenn die Sonne noch stärker durchkommt, möchten die Pflanzen und Hecken gehegt und gepflegt werden.

Und wenn Sie sich jetzt wundern, was für eine merkwürdige Form der österlichen Besinnung Sie da lesen, dann sind Sie vielleicht der Osterbotschaft schon ganz nahe... Neues beginnt, neues Leben bricht auf.

 

 

In der Schule erzählte mir eines der Kinder mit aufgeregter Stimme und großen Augen: „Jesus war tot, er lag in einer Höhle und dann war der große Stein weggerollt." „Ja" sagte ich „ Jesus war nicht mehr im Grab, Jesus lebte! Gott hat uns allen gezeigt, dass er stärker ist als der Tod!" Und das sage ich jetzt Ihnen: Aus dieser Kraft heraus rollen immer wieder die Steine!

Wir sind mitten in einem aufregenden Prozess und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

Ihre

Friederike Weltzien

 

 

 

 

 

Letzte Änderung amDienstag, 03 Mai 2016 16:40
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