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Besinnung

Reformation – Erneuerung - Veränderung – Verwandlung

Reformation ist nicht nur eine Geschichte aus dem Mittelalter, mit schönen Kostümen und alten Sprüchen. Reformation kann heute passieren. Das hat etwas mit Mut zu tun. Den Mut zur Veränderung, den Mut Neues auszuprobieren, den Mut weiter zu gehen, den Mut sich verwandeln zu lassen. Den Mut sich Gott anzuvertrauen.

Luther hatte diesen Mut.

Im Pfingstgottesdienst in der Andreaskirche in Obertürkheim bewegte sich die Gruppe „Tanz und Spiritualität“ im Spiel mit einem langen roten Tuch. Zunächst bewegte sich nur das Tuch in leichten Wellen, wie lebendiges Wasser vom Altar hinweg in den Kirchenraum hinein. Immer flammender und züngelnder wurden die Bewegungen. Mal eingehüllt, wie gefesselt in dem Verlangen vorwärts zu gehen, mal weitausgreifend im Schwung, wie beflügelt, im Kräftespiel zwischen dem Tuch und den TänzerInnen. Wie erleben wir etwas von der Kraft dieser großen Zusage Gottes uns mit seinem heiligen Geist zu stärken? Wir leben in Zeiten großer und rasanter Veränderungen, in der Gesellschaft und in der Kirche.
Haben wir den Mut Neues auszuprobieren, uns zu reformieren, uns zu verwandeln und verändert weiter zu gehen?

Steht uns eine neue Reformation bevor, vielleicht sogar im Zusammenhang mit der Reduktion der Pfarrstellen?

Die Reduktion der Pfarrstellen wird Auswirkungen haben auf alle Kirchengemeinden. Nehmen wir die Herausforderung an? Wird uns Heiliger Geist berühren und stärken? Im Pfingstgottesdienst sind bewegte Bilder entstanden, Bilder in denen jeder etwas Anderes sehen konnte. Bilder die das Wirken des Heiligen Geistes offen ließen. Veränderungen brauchen viel Geduld und Zeit. Was wird daraus werden, was wird vor unseren Augen entstehen, sich langsam enthüllen? Wo werden wir eingreifen, wo zieht es uns hin und wann ist die Grenze erreicht?
Wir werden Spielräume brauchen, Probephasen, wir werden diskutieren und miteinander um Ziele ringen. Die Reformation hat viel Leid hervorgebracht, nicht enden wollende Auseinandersetzungen bis hin zum Krieg. Wer kämpft nicht um seine eigenen Bedürfnisse, seine Vorteile und wie leicht verschanzen wir uns in Diskussionen hinter Althergebrachtem und sitzen zwischen unseren Ängsten! 

Vorsichtig wollen wir vorgehen, miteinander auf dem Weg, Uhlbach und Obertürkheim, Untertürkheim und Rotenberg. Und wir begrüßen einen neuen Kollegen in unserem Gemeindemosaik rund um den Wirtemberg. Jakob Spaeth, wir freuen uns darauf mit Ihnen die nächsten Schritte zu tun!

Ihre / Eure Friederike Weltzien

Letzte Änderung amDonnerstag, 13 Juli 2017 12:19