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Besinnung

Liebe Leserinnen und Leser,

den Januar beginnen viele Menschen mit Vorsätzen für das neue Jahr. Der Jahreswechsel unterbricht den Alltag – da kann man auf neue Gedanken kommen, neue Projekte anpacken oder mit neuem Schwung alte Sachen zu Ende bringen. In manchen Jahren gehöre ich auch zu diesen Menschen, die sich für das neue Jahr am Silvesterabend etwas vornehmen. Der Wechsel vom Jahr 2018 zum Jahr 2019 erinnert mich daran, dass Tage und Jahre vergehen und nicht wiederkommen – was ich tun möchte, dass sollte ich also auch tun; bevor es zu spät ist.
Die Jahreslosung für das kommende Jahr schlägt mir ein besonderes Projekt vor: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ (Psalm 34,15) Dem Frieden nachjagen – das ist ein außergewöhnlicher Vorsatz fürs neue Jahr. Neben den anderen Vorsätzen wie „mehr Sport machen“, „gesündere Ernährung“, „Ausmisten“ und „Projekte abschließen“ fällt er aus dem Rahmen. Er ist größer.

Friede ist grundlegend für viele andere Dinge im Leben. Gesundheit, Freiheit, Wohlstand, Bildung – ohne Frieden gerät alles in Gefahr. Herrscht in einem Land Krieg, dann ist ein normales Leben kaum noch möglich.
„Friede“ heißt im Hebräischen Schalom. Schalom im biblischen Sinn aber ist mehr als die Abwesenheit von Krieg. Schalom bedeutet ein Leben ohne Brüche und ohne Bedrohung, ohne Tränen und ohne Krankheit. Eine Welt, in der ich mit mir und mit den anderen Menschen, ja, mit der ganzen Welt im Reinen bin. Eigentlich sonderbar, dass ich der Suche nach Frieden so wenig Aufmerksamkeit widme…
Innerer Friede und Friede auf Erden – was für ein Wunsch für das kommende Jahr.
Ihnen allen ein innerlich und äußerlich friedliches Jahr 2019,

Ihr Pfarrer Jakob Spaeth

Letzte Änderung amDonnerstag, 20 Dezember 2018 14:25