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Gesprächsabend Flüchtlingsarbeit

Einladung zu einem Gesprächsabend: im Rahmen der Flüchtlingsarbeit:
Am Montag 4.9. um 19:00 Uhr im Luthersaal der Andreaskirche haben wir die „Fighters for Peace“ aus dem Libanon zu Gast

Die Reise zweier ehemaliger Kämpfer aus dem Libanesischen Bürgerkrieg zu uns nach Deutschland soll hiesigen Radikalisierungstendenzen vorbeugen – aufklären – und den Flüchtlingen, die aus den Kampfhandlungen kommen Vorbild sein
Die ehemaligen Bürgerkriegskämpfer von „Fighters for Peace“ sind zwischen 2014 und 2017 im Libanon an zahlreiche Schulen, Universitäten, Jugend- und Frauenvereine gegangen, um dort als Zeit- und Augenzeugen des Bürgerkriegs aufzutreten. In den Dialogveranstaltungen hat das Publikum die Möglichkeit, ehemalige Kämpfer verschiedener Couleur zu fragen, warum sie sich im Krieg engagiert haben, was sie getan haben, und wie sie den Weg aus dem Krieg zurück ins zivile Leben geschafft haben – und sich darüber hinaus nun für Frieden engagieren.
Ehemalige Bürgerkriegskämpfer haben eine natürliche Autorität, wenn es um die Thematik von Krieg und Frieden geht. Denn sie haben den Krieg selbst hautnah erlebt und mitgemacht; und sie haben einen langen, schmerzvollen Prozess inneren Wandels hinter sich gebracht, auf dem Weg zu Friedensaktivisten. Sie sind unmittelbare Zeugen dafür, dass Kriege nur Leid, Zerstörung und Tod bringen. Sie sind Beispiel dafür, dass sich Menschen positiv ändern und die Gesellschaft aktiv und friedlich mitgestalten können.
Ehemalige Kämpfer des libanesischen Bürgerkriegs wollen nun als Männer, Kämpfer, Friedensaktivisten zu anderen Männern sprechen – vor allem zu jungen syrischen männlichen Flüchtlingen. Sie wollen darüber erzählen, wie sie den Krieg hinter sich gelassen haben. Sie wollen davor warnen, dass Gewalt kein Weg ist, um gesellschaftlichen Wandel zu erreichen – weder als Rambo im Flüchtlingsheim in Stuttgart, noch als Milizionäre in Syrien oder als Islamist in Europa. Sie wollen die Flüchtlinge dazu ermutigen, sich in die Zivilgesellschaft zu integrieren und – später vielleicht – sich aktiv am friedlichen Wiederaufbau Syriens zu beteiligen. Die ehemaligen Kämpfer von Fighters for Peace wollen auch deutsche Ehrenamtliche ansprechen, damit sie besser verstehen, dass es nicht einfach ist, Krieg hinter sich zu lassen und sich eine neue Identität aufzubauen, eine neue Rolle und einen neuen Platz im Leben zu finden.

Letzte Änderung amDonnerstag, 13 Juli 2017 12:22