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Fighters for Peace

Besuch aus dem Libanon:

Die „Fighters for Peace“ unterwegs in den Flüchtlingsunterkünften und zu Gast in der Gemeinde Obertürkheim

Radikalisierungstendenzen vorbeugen – aufklären – Vorbild sein

Mit dieser Zielrichtung waren die ehemaligen Kämpfer aus dem Libanon eingeladen worden um hier in Stuttgart mit geflüchteten Menschen aus Syrien ins Gespräch zu kommen. Ziad Saab und Assaf Chaftari waren beide Führer von verfeindeten Milizen im libanesischen Bürgerkrieg gewesen und hätten sich wohl gegenseitig getötet, wenn sie sich in Kriegszeiten begegnet wären. Beide haben einen schweren Weg des persönlichen Schuldeingeständnisses bis hin zur Bitte um Vergebung hinter sich. „Am Ende des 17 jährigen Bürgerkrieges saßen wir da, das Land war ein Haufen von Schutt und Asche und so langsam wurde uns klar. Wir konnten Häuser sprengen aber wie man auch nur ein einziges Haus wieder aufbaut wussten wir nicht!“ erzählte Ziad Saab. Wie findet man den Weg zurück ins zivile Leben nach einem solchen Krieg? Wie findet man zu der inneren Bereitschaft sich zu versöhnen und ev. sogar einander zu vergeben? Gewalt ist kein Weg ist, um gesellschaftlichen Wandel zu erreichen – weder als Rambo im Flüchtlingsheim in Stuttgart, noch als Milizionäre in Syrien oder als Islamist in Europa. Das waren Themen der verschiedenen Workshops und der intensiven und oft hoch emotionalen Gespräche.

Auch deutsche Ehrenamtliche wurden in den Veranstaltungen angesprochen, damit sie besser verstehen, dass es nicht einfach ist, Krieg hinter sich zu lassen und sich eine neue Identität aufzubauen, eine neue Rolle und einen neuen Platz im Leben zu finden. Jeder kann neu anfangen! Das haben alle erlebt, die an den Veranstaltungen teilgenommen haben!

Der Freundeskreis für Flüchtlinge in Obertürkheim hat diese Veranstaltungen geplant und begleitet und bedankt sich bei ZIVIC für die Finanzierung des Projektes, was hoffentlich fortgesetzt werden kann.

Letzte Änderung amDienstag, 17 Oktober 2017 11:02
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