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Nachtschicht 28.2.2016

„Das geschieht euch recht!" – 2. Nachtschicht am 28. Februar zum Jugendrecht
„Das geschieht ihm oder ihr recht!" So geht es einem durch den Kopf, wenn man sieht, dass jemand als Folge eines Fehlers selbst „den Schaden hat" – und sei es eine gerichtlich verordnete Strafe. Doch wie schwierig es ist, per Gericht Recht zu schaffen, sieht man besonders deutlich in Strafverfahren gegen Jugendliche. Sie sind meistens selber in jungen Jahren schon Opfer von Unrecht geworden. Um aus dem Teufelskreis von Unrecht und oft auch Gewalt herauszukommen, brauchen sie nicht nur Strafe, sondern auch verständnisvolle Begleitung. Deshalb stellt „Jugendrecht" eine Mischung aus strafrechtlichen und jugendhilferechtlichen, erzieherischen Elementen dar. Damit bringt das Jugendrecht eine der Fragen auf den Punkt, die eigentlich bei jeder Form von Rechtsprechung bedacht werden sollte: Wie bringt man den Täter wieder „zurecht". Um diese sensible Thema zu besprechen, haben wir den Jugendstaatsanwalt Marcus Höschele aus dem „Haus des Jugendrechts" in Bad Cannstatt eingeladen. Seine Aufgabe wäre es ja in erster Linie, Menschen anzuklagen. Dennoch sagt ein Jugendlicher über die Staatsanwaltschaft im „Haus des Jugendrechts" in SWR 2: Sie „... wollen die Leute nicht verknacken unbedingt. Die helfen auch wirklich. Kümmern sich drum." Wer Marcus Höschele erlebt, wird schnell merken, wie sehr diese positive Beschreibung zutrifft. Der junge Familienvater bemüht sich gemeinsam mit allen anderen Mitarbeitern des „Hauses des Jugendrechts" darum, mit neuen Ideen und Maßnahmen kriminelle Karrieren im Ansatz zu stoppen.
Für den musikalischen Part in diesem Gottesdienst ist es uns gelungen, die denkbar beste und passendste Künstlerin zu gewinnen: Cassandra Steen. Ihr Hit „Stadt" spricht sowohl Opfern als auch Tätern aus dem Herzen: „Es muss doch auch anders gehen - so geht das nicht weiter. Wo find ich Halt, wo find ich Schutz - der Himmel ist aus Blei hier." Und dann kommt sie zu einer wunderbaren Vision: „Ich bau ne Stadt für dich. Aus Glas und Gold und Stein. Und jede Straße die hinausführt, führt auch wieder rein. Ich bau eine Stadt für dich - und für mich." Eine Stadt, in der uns also nicht mehr trennt, sondern die Wege uns zusammenführen. Mit solch schönen Liedern und ihrer wunderbaren Stimme hat sie ganz Deutschland überzeugt und den ECHO Pop als „Künstlerin national" bekommen. Doch nicht nur solo begeistert sie. Auch im Duo mit Sängern wie Tim Bendzko oder Xavier Naidoo ist sie immer wieder zu hören und zu bestaunen. Kommen Sie, wenn sie mit uns in der Kirche singt und träumt: „Ich bau ne Stadt ... in der es keine Angst gibt nur Vertrauen. Wo wir die Mauern aus Gier und Verächtlichkeit abbauen ... und der Traum sich lohnt."

 

Cassandra Steen (Foto: Hannes Caspar)

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Letzte Änderung amDienstag, 03 Mai 2016 16:40
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