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Edith Möckesch

Edith Möckesch

Zehn Jahre als Mesnerin in Uhlbach

Frau Möckesch, am 15. Mai ist es genau zehn Jahre her, dass Sie Ihren Dienst als Mesnerin in der Andreaskirche begonnen haben. Wie sind Sie zu diesem Amt gekommen?

Ich war da im Gottesdienst und Pfarrer Autenrieth hat bei den Abkündigungen erwähnt, dass die Gemeinde eine Mesnerin sucht. Ich hab mir das überlegt und mich nach Rücksprache mit meinem Mann für diese Stelle beworben. Das ging dann ganz schnell und ich konnte meinen Dienst antreten.

Waren Sie damals noch anderweitig beschäftigt?

Ja, ich habe damals noch als kaufmännische Angestellte voll gearbeitet. Mein erster Dienst als Mesnerin war eine Hochzeit, bei der die Brautleute Verwandtschaft aus Plieningen mitbrachten. Das war eine meiner Kolleginnen aus der Buchhaltung und schon am nächsten Tag wusste der ganze Betrieb von meinem neuen Job.

Haben Sie diese Mesnerarbeit dann alleine bewältigt?

Im ersten Jahr machte ich meinen Dienst als Mesnerin als Nachfolgerin von Tonja Gräßle alleine. Später war ich dann im Wechsel mit Frau Gräßle tätig und als meine Tochter Patricia auf die Welt kam, machte ich ein Jahr Pause. Später habe ich mir immer den Dienst geteilt, bis heute, da Frau Bamberger die andere Mesnerin ist.

Und die Arbeitsteilung funktioniert?

Mit Sonja Bamberger klappt die Zusammenarbeit sehr gut. Ich bin an zwei Wochenenden im Monat dran; da kann man sich gut drauf einstellen.

Frau Möckesch, wie sind Sie überhaupt nach Uhlbach gekommen?

Wir stammen aus Siebenbürgen. Im August 1991 kamen wir nach Deutschland. Wir lebten dann im Durchgangslager, erst in Nürnberg, dann in Stuttgart-Feuerbach. Im Wohnheim in Feuerbach lernte ich auch meinen Mann kennen. Wir lebten dann sieben Jahre im Stuttgarter Westen und seit 2000 in Obertürkheim in der Asangstraße. Wir sind allerdings sehr nach Uhlbach orientiert, wo auch unsere beiden Töchter zur Schule und in den Kindergarten gehen.

Was gefällt Ihnen denn als Mesnerin am meisten bei ihrer Arbeit?

Das ist das Zusammentreffen unterschiedlicher Leute in der Kirche, Jung und Alt. Bei Hochzeiten muss man sich immer auf ganz unterschiedliche Leute einstellen, doch das mache ich gern. Mein Dienst macht mir Spaß, weil er so vielseitig ist.

Frau Möckesch, als Kirchengemeinde freuen wir uns sehr, dass Sie Ihren Dienst so engagiert ausüben. Wir wünschen Ihnen weiterhin viele interessante Begegnungen mit Menschen und bedanken uns herzlich für Ihren Einsatz und für dieses Gespräch.

Die Fragen stellte Martin Eisele-Remppis

Letzte Änderung amFreitag, 13 Mai 2016 09:57