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Der Advent ist da ...

 PetruskircheAndacht: Der Advent ist da...

... und mit ihm die Zeit des Wartens. Aber worauf warten wir denn genau? Sicher, die Kinder warten auf den nächsten Tag, an dem das nächste Türchen des Adventskalenders geöffnet werden kann. Sie warten auf den Nikolaustag und auf die Geschenke die das Weihnachtsfest mit sich bringen wird. Aber worauf warten wir? Der Advent, der früher einmal Fastenzeit war und eine Zeit der Stille, lädt uns ein, uns auf die Spuren Gottes zu begeben. Und mit der Jahreslosung des kommenden Jahres werden wir auf diese Spuren gestoßen. „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir." (Hebräer 13,14)

Gott hat noch etwas mit uns vor. Wir warten eben nicht nur auf das Kommen des Christkindes, sondern auf jene neue zukünftige Stadt. Die Stadt ist das Symbol für ein funktionierendes und wohl organisiertes menschliches Miteinander. Die zukünftige Stadt ist das Zeichen für das endgültige Anbrechen Gottes Friedensreiches. Ja, auf dieses Reich warten wir, wenn wir es recht betrachten im Advent. Dabei erinnert uns die Jahreslosung daran, dass dieses Warten kein passives Rumsitzen bis zum St. Nimmerleinstag sein muss. Sondern das wir selbst aktiv werden können und sollen, indem wir uns auf die Suche nach diesem guten menschlichen Miteinander machen. Eine Aufgabe, die angesichts der immer weiter auseinanderklaffenden sozialen Schere und den zunehmend schwierigeren Lebensumständen vieler Menschen Not tut.
Wie kann dieses zukünftige Miteinander konkret aussehen? In einem Gottesdienst am zweiten Advent wird Diakon Hülle aus Bad Cannstatt zu Wort kommen, der uns sicher mache Wege aufzeigen kann, wie das menschliche Miteinander in Zukunft besser gelingen kann. Von gelingendem Zusammenleben mit alten und kranken Menschen berichten in diesem Heft auch Schwester Ute und ihre Mitarbeitenden der Diakoniestation Untertürkheim. Und ich denke, auch wir selber können mit ein wenig Kreativität und der nötigen Prise Gespräche neue Wege zu jenem guten Miteinander in unserem eigenen Leben finden.
Jedenfalls wünsche ich Ihnen für den Advent, dass Sie Zeit finden, zur Ruhe kommen und mit dem Kerzenlich des Adventskranzes vielleicht schon jetzt ein klein wenig vom Glanz jener zukünftigen Stadt in Ihr Leben fällt.

Ihr Pfarrer 

Jolie

Letzte Änderung amFreitag, 13 Mai 2016 10:23
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