Log in

KGR-Ausflug Herbst 2012 nach Waldenbuch

KGR AusflugAusgerüstet mit Schirm und winterlicher Kluft fahren die sieben KGR'ler im Regen nach Waldenbuch. Kaum angekommen, geht der Himmel auf und zeigt ab nun einen tiefblauen Himmel mit sommerlichen Temperaturen. Die Kirchturmuhr schlägt 10 Uhr, die kleine bäuerliche Fachwerkidylle erwacht langsam an diesem golden-herbstlichen Samstag zum Leben, und das im Schloss beheimatete volkskundige Landesmuseum öffnet soeben seine Pforte.

Der imaginäre Museumsvorhang öffnet sich für die ersten Besucher. Nun geht's hinein in die gute, alte Welt des Handwerks, des Kinderspielzeugs, des Faschingstreibens bzw. Fasnets, der Küchenfeen aus der gut behüteten Zeit der 50er und danach. Im unteren Museumsteil befinden sich Gegenstände und Arbeitsgeräte der Neu- und Altzeit im Vergleich, alte Bauerngeräte, Webstuhl und andere Gebrauchsgegenstände der „alten" Zeit, womit sich das Publikum noch identifizieren und sich den Erinnerungen aus Kindertagen hingeben kann. Ein ganzes Stockwerk ist dem kulturellen und sozialen Leben gewidmet, auch die Kirche kommt dabei nicht zu kurz. Das mittlere Stockwerk zeigte das damalige Berufsleben, das „bisschen" Haushalt und viele Küchengeräte, die heute einen hohen antiquarischen Wert haben.
Im ersten Stock befinden sich alte Bauernschränke mit viel Fachwerk und holzgetäfelten Decken, und der im Schloss umher spukende Geist lässt sich durch die von Gisela (ehemaliger Schloss-Geist) erzählten Anekdoten erahnen. Dank eines heiratswilligen Paares, das sich für seine geplante Hochzeit im Schloss beraten lässt, wird die Terrasse geöffnet und die Besucher nutzen die Chance, die Plattform zu betreten und den Ausblick auf die Landschaft zu genießen. Dann geht es schnurstracks zum Schokoladen-Ritter. Die schoko-hungrige Meute erstürmt den Schoko-Shop und erbeutet eine bunte Auswahl der Vorräte. Nach einem „ritterlichen" Kaffee geht es direkt hinterm Ritter-Arsenal ins Aichtal, an einem kleinen Fischweiher vorbei in den Buchenwald, dessen Blätter bereits verwelkt auf den Waldwegen liegen. In Neuweiler angekommen, geht es zurück, wo die Wanderer an einem kleinen Bauernhaus mit Pferdestallung vorbeikommen, dessen rotgesichtiger Bauer auf dem Traktor beim Anblick der drei pferdebegeisterten Frauen knitz bemerkt: „Wenn i eure Ärsch (jawoll, das hat er gesagt!) betracht, no wär's ganz gut, wenn ihr no a bissle weiterwandere dädet." Oh, ihr Baureleut!
Nun geht's weiter ins Siebenmühlental. Bereits der Weg zur Eselsmühle ist ein Ausscheren aus der hektischen, realen Welt. Esel stehen auf der Weide und beäugen die Besucher, rotbackige Äpfel hängen an den inzwischen blattlosen Bäumen, Bussarde kreisen über der Idylle im blauen Himmel. Und dann kommt die Mühle. Es ist ein selbstversorgender Betrieb mit Einkehr, heute allerdings mit nicht ganz professioneller Mannschaft aber nettem Ambiente und guten Gerüchen. Schön war's!

von Gisela Ehrhardt

Letzte Änderung amDienstag, 03 Mai 2016 16:40
Mehr in dieser Kategorie: « Turmfalke 2.0 Seniorennachmittag »