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Turmfalke 2.0

 

petruskirche webEine Webcam muss her. Wir zeigen Bilder vom Turmfalken im Turm der Petruskirche. Eine gute Idee, um die Besucherzahlen auf unserer Homepage zu fördern. So dachten wir und machten uns auf den Weg in die Kirchturmspitze über der Glockenstube, um zu schauen, wie man dieses Problem technisch lösen könnte. Hier oben gab es schon lange Jahre einen Nistkasten, um Turmfalken das Brüten zu erleichtern. Wir wussten, wir müssen vorsichtig sein, denn vor Jahren griff ein Falke einen Feuerwehrmann an.

Passanten hatten Rauch aus der Turmspitze gemeldet, der schnell dem Nistkasten zugeordnet werden konnte. Als der Feuerwehrman diesen öffnete, um nach der Ursache der Rauchentwicklung zu sehen – es war nasses Gras, das vor sich hinrottete und dabei heiß wurde – fiel ihn der Falke an und verletzte ihn schwer. Vorsicht war also geboten. Doch schon bei einem ersten Gang rund um die Petruskirche wird klar: Der Falke ist nicht mehr da. Sonst war immer etwas zu sehen, wenn man auf den Friedhof kam. Kein Rüttelflug über den Weinbergen, auf der Suche nach Mäusen. Kein „Kikiki"-Ruf aus dem Tal, an dem man den Falken erkennt. Keine wilden Luftkämpfe mit den Friedhofskrähen.
Ein Friedhofsbesucher kannte die Lösung: Dem Falken waren die ständigen Kämpfe mit den Krähen zu lästig geworden. Er ist einfach in den Turm der katholischen Kirche im Ortskern gezogen.
Schlussfolgerung 1: Auch wenn man den besten Service bietet: Turmfalken kommen und gehen.
Schlussfolgerung 2: Wer eine gute Homepage betreiben will, sollte den dezenten Hinweis des Falken nicht mißachten: Die aktuellen Inhalte zählen und nicht billige Tricks mit Turmfalkenwebcams. Besuchen Sie uns doch mal und überzeugen Sie sich!
www.obertürkheim-evangelisch.de

Christian Kögler

Letzte Änderung amFreitag, 13 Mai 2016 10:22