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Hoffnung für die Schwester

Aktion „Hoffnung für die Schwester": Ein Jahr danach

Seit der Operation, die ich durch Eure Hilfe in Tübingen hatte, ist jetzt ein Jahr vergangen.
Das vergangene Jahr 2013 war für mich ein unverhofft gutes Jahr. Das kleine Wunder, von dem ich 3 Monate nach der OP berichtete, hat sich über ein Jahr lang gehalten. Ich hatte im Verlaufe dieses Jahres Anteil an Ruhe: es waren nur vier Anfälle, die ich beobachten konnte, und die auch keine größere Gefahr beinhalteten. Verglichen mit den durchschnittlich über 100 Anfällen in den vergangenen Jahren, ist das für mich noch immer ein Wunder, das ich täglich erlebe.
Ich habe wieder ein normales Leben begonnen, natürlich unter Beachtung medizinischer Empfehlungen, betreffend Schlaf und körperlichen sowie psychischen Stress. Und noch mehr: ich habe wieder das Selbstvertrauen, ein aktives Mitglied der Gesellschaft zu werden. Seit Dezember bin ich wieder im Arbeitsleben, vorläufig in einer Probezeit, da diese Umstellung in diese Lebenswelt mit ihren Herausforderungen eine schrittweise Eingewöhnung voraussetzt. Aber auch so ist es für mich ein besonderes Geschenk, wieder arbeiten zu können und diese Freude möchte ich mit Euch teilen, die ihr so viel für mich getan habt.
Es bereitet mir Freude, alleine aus dem Haus gehen zu können, bis zum nächsten Geschäft beispielsweise, ohne von Angst oder auch Panik erfasst zu werden, dass mir etwas auf dem Weg zustoßen könnte. Es tut mir gut, wieder mit vollem Herzen lächeln zu können und dankbar zu sein für all die kleinen Sachen des Alltags, ohne dass im Hintergrund die Hoffnungslosigkeit und Depression dominiert. Dies sind vielleicht unbedeutende Tatsachen, aber für mich bedeuten sie das Leben, ein Leben, das ich Tag für Tag neu entdecken darf.
Ich danke Euch allen und wünsche Euch selber viel Gutes. Möge Euch Gott Gesundheit und Freude bescheren. Mögen eure Lebenstage mild und ruhig sein, vom Unglück bewahrt. Ich möchte weiterhin für Euch beten und zusammen mit Euch, für alle, die es bitter nötig haben.
In Dankbarkeit verbunden,
Karin Zäckel

 

Letzte Änderung amDienstag, 03 Mai 2016 16:40